Dankbarkeit & Winternacht.

Endlich erlaube ich mir, da zu sein, wo mein Leben ist.

Diesen Satz habe ich auf Facebook entdeckt. Zuerst gezögert und nachgedacht, ob er auch so auf mein Leben zutrifft.

Und dann nickt etwas in mir zustimmend. Etwas Kraftvolles bewegt sich in mir. Ich nenne es Glücklichsein. Zufriedenheit.

In letzter Zeit spüre ich immer wieder eine Unzufriedenheit, die sich in mein Leben schleicht. Das Jahr geht zu Ende. Ich passiere Revue. Und es quält mich, dass ich manche meiner Vorhaben nicht so umsetzen konnte, manche Wünsche nicht in Erfüllung und viele neue Fragen dazu gekommen sind. In solchen Momenten möchte ich das nächste Jahr zu dem machen, an dem ich alles perfekt hinbekomme.

In meinem Traumhaus lebe. Am Meer.

Die Millionen meines Lebens mache, sodass ich nicht mehr irgendwelche Hilfsjobs erledigen muss.

Fit wie ein Turnschuh und biegsam wie eine Yogamatte durch das Leben fliege.

Frei denke. Fühle. Alles ist gut.

Und ja, in vielen Augenblicken lebe ich es dieses Leben, das mich sehr glücklich macht. Ich fühle mich eins mit meinen Wünschen.

Aber viel entscheidender ist, dass ich merke, wie sich mein Geist, meine Gedanken, Sorgen, Ängste und Unsicherheiten ein festgefahrenes Konstrukt an Unzufriedenheit aufbauen. Dieses Konstrukt ist nicht real. Es ist ein festgefahrenes Spannungsfeld, das mich noch mehr lähmt.

Da zu sein, wo mein Leben ist, lässt mich durchatmen.

Ich kann die Dunkelheit des Winters genießen. Das Einkuscheln. Das Nachwirken lassen dieses lebendigen Jahres. Ich muss nichts tun, um mein Leben jetzt zu verändern. Ich spüre meine Dankbarkeit für viele Momente. Lebe jetzt im Moment.

Natürlich kommen da neue Visionen dazu. Pläne für das nächste Jahr…Doch auch dieses hat mich geformt. Mich zu einem anderen Menschen werden lassen, ohne dass ich es eindeutig klar entschieden hätte.

Ich bin der Stein im Fluss, der sich vom wilden Wasser formen lässt. Das Blatt im Wind, das an neue Orte getragen wird.

Zugleich bin ich ein aktives Wesen und die Erfahrungen dieses Jahres lassen mich neue Horizonte entdecken. Die Welt ist mir weiter geworden. Die Menschen näher. Und mein Herz ein Stück weit vertrauter.

Manchmal packt mich die Unzufriedenheit. Sie lähmt mich erneut. Aber ich spüre auch, dass ich mit ihr tanzen kann. Mein Leben ist bunt. Bewegt. Beweglich. Und manchmal ist es gut in der Schwere der Langeweile und des Ausruhens zu versinken. Um erneut Kräfte zu sammeln für all das Neue & Unbekannte, das da kommen wird.

Als charakteristisches Wort zum Beschreiben dieser Erfahrungen fällt mir „Danke“ ein. Danke für die Ruhe. Danke für alles Bewegte. Danke, danke, danke..

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