Let`s do it! Die gute alte Perfektion und warum Du dennoch loslegen kannst

Hier sitze ich, höre Tracy Chapman und sinniere über die vergangenen Tage.

Ich durfte am Wochenende einen Workshop geben. Ich sollte. Ich musste. Ich konnte.

Und ja, ich habe ihn gegeben.

Gefühlt habe ich ihn schon seit Monaten gegeben. Denn die altbekannte Perfektionistin hatte sich zu Wort gemeldet, seitdem Zeitpunkt als meine Planung begann.

Habe ich die richtigen Worte gewählt für die Beschreibung? Spricht es viele Teilnehmer an? Hätte ich mehr Geld verlangen sollen?

Ist es sowieso nicht alles Blödsinn und ich hätte es lieber sein lassen sollen?

Tausende Gedanken in meinem Kopf, die schlussendlich nur eins wollten: Die Kontrolle behalten.

Ich habe mir oft nicht selbst vertraut, steckte fest in Selbstzweifeln und meinem eigenen Wirrwarr.

Auch wenn ich kein Workshop-Master nach Sonntag bin, möchte ich hier ein paar meiner Erkenntnisse teilen und meine Ohren & mein Herz ist bereit auch noch mehr zu erfahren  🙂

Der Workshop ist für Dich

Als ich begonnen habe meinen „Plan“ (ja ich liebe sie diese Pläne :)) zu machen, konnte ich mich für keine Übung entscheiden. Ich wusste nicht wie einzusteigen, worauf den Fokus zu setzen und welche Musik zu wählen. Dann, auf der Wiese liegend, entschied ich mich einfach einen Workshop für mich selbst zu planen. Worauf hätte ich Lust? Worin liegt meine Freude? Welche Musik bricht mich in Bewegung und entfacht meine Freude am Tanzen? Auf einmal war innerhalb von weniger als einer Stunde mein 7 Stunden Workshop grob fertig und die folgenden Tage habe ich alles einfach verfeinert. Zur Musik selbst getanzt. Da ich weiß, dass ich manchmal „zu viel“ Tiefe neige, habe ich noch lustige Warming-UP-Spiele herausgesucht, die dann auch mit ein Highlight für mich während des Workshops waren.
Also Mut zu Deinen eigenen Vorlieben, Gedanken, kreativen Ideen und Wünschen. Was wolltest Du schon immer mal ausprobieren? Es kann nicht mehr schief gehen als schief  🙂

Spread your Love

Neben all den Plänen, die du im besten Fall sowieso während des Workshops veränderst, anpasst und weglässt, sind deine TeilnehmerInnen das wichtigste Herzstück der Stunden, die sie alle gemeinsam mit Dir verbringen.

Die wichtigste Entscheidung, bereits vor dem Workshop, war es die Frauen in mein Herz zu schließen. Um den Mut zu wissen, dass sie sich anmelden. Ihre Gefühle und Wünsche, die sie antreiben, um diese Entscheidung zu treffen. Sich einzulassen.

Du begegnest Menschen mit ihren Geschichten. Ihren Blockaden, Wünschen, Träumen und Ängsten. Erkenne und fühle diese in jeder Übung oder Austauschrunde.

Meinen Workshop habe ich mit dem Ankommen beim eigenen Körper begonnen und einem anschließenden Tanz. Das war nicht einfach für jede. Im ersten Moment dachte ich mir „Oje, da hast du etwas nicht richtig entschieden. Diese Frau bewegt sich nicht so viel…“ Dann kam der Gedanke „Sie macht genau das, was richtig für sie ist. Lass sie ihren Weg gehen“. Und ja bei einer späteren Tanz-Übung gemeinsam mit anderen, kam die Freude mit ihrem Körper zum Vorschein.

Du machst ein Angebot und lässt es im selben Augenblick los. Lass entstehen was entsteht. Der perfekte Rhythmus entsteht wie von selbst.

Was tut dir gut?

Natürlich gibst du den Workshop anderen Menschen. Sie kamen vermutlich auch vielmehr wegen dem Programm, als Dich zu bewundern 🙂

Trotzdem merke ich, wie wichtig es gerade als „Neuling“ in dieser Szene ist, zu sich selbst in der Vorbereitung, während des Workshops und danach nett zu sein. Das kann bedeuten:

Dir Hilfe zu holen für bestimmte Bereiche. Vielleicht möchtest du Deine Ideen davor mit jemanden durchgehen? Bittest andere deine Workshops zu verbreiten und zu teilen? Fragst bei einem Experten in deinem Freundeskreis nach einer richtig tollen Idee für eine Übung. Erzählst anderen von deinen Gefühlen und Ängsten.

Lass Fehler zu, denn niemand ist perfekt. Vielmehr sind vielleicht all die Hindernisse besonders spannend. Sie bringen Dich zu neuen Fragen. Wie kann ich jemanden mit einer anderen Übung noch besser unterstützen, wenn diese nicht passt? Was macht es mit mir, wenn Kritik geübt wird? Gerade die Unperfektheit macht das Ganze so lebendig, authentisch und herausfordernd für alle.

Bei Selbstzweifeln: Tief durchatmen. Weitermachen. Deine Gedanken beobachten und sie nicht so ernst nehmen. Die Lage von oben betrachten und über die selbst lächeln. Die Zweifel gehen vorüber nach einer Zeit. Gib ihnen nicht zu viel Raum und Gewicht. Bleib im Moment. Schritt für Schritt. Wort für Wort. Und irgendwann macht es sogar Spaß!

Am Samstag kommt für mich Numero2 und ich bin gespannt auf all die neuen Erkenntnisse. Enjoy your week

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