Einfach mal Ruhe haben wollen…

Kennst du das? Schöne Tage liegen hinter dir, vielleicht sogar eine wunderbare Reise, Treffen mit Freunden, viele neue Ideen…Und plötzlich spürst du den Drang alleine sein zu wollen, alle Pläne fallen zu lassen und dich zu nichts motivieren zu können?

Ja, mir ist dies ein gut bekanntes Bild. Nachdem ich viel unterwegs war, neue Träume entstanden sind, ich voller Energie und Tatendrang all die Ideen endlich umsetzen wollte und zuhause angekommen keine Energie mehr spürte.
Doch ich wollte nicht „nichts-tun“. Wehrte mich gegen meine Motivationslosigkeit und diese Null-Bock-Stimmung. Ganz allmählich wurde mir (auch dank der Erinnerung von Freunden) bewusst, wie furchtbar und wichtig auch diese Phasen sein können.

Im Folgenden Blogartikel erzähle ich von meinen Erkenntnissen während dieser Zeit und wie wertvoll Ruhe, Entspannung, Nichts-Tun und Null-Bock sein können.

Auch Nichtstun ist effektiv

Im Bett liegen und …Nichtstun, Filme angucken, lesen, alte Fotos begutachten, das Chaos im Zimmer liegen lassen.

Wie wunderbar das alles klingen mag und wie schwierig es doch auch immer ist, all das wirklich zu genießen. Wir scheinen wie vorprogrammiert aufs Tun, als Bestätigung unseres Selbst, um zu beweisen (ja wem denn?) wie vielfältig und energiegeladen wir sind.

Doch kannst du Dir vorstellen, dass auch dein Geist mal Ruhe braucht? Und dein Körper?
Den Genuss einfach nur dazuliegen, den Atem zu spüren, nichts tun zu müssen, kennst Du vermutlich gar nicht mehr. Lass ihn ruhen deinen Geist. Nur dann wird er frei für neue Ideen.
Lass all deine Körperzellen entspannen. Dann sammeln sie wieder Kräfte für den nächsten Lauf.

Entspanne, um dein richtiges Feuer wieder brennen zu lassen. Von innen entflammt und nicht von außen hektisch angetrieben.

Du bist das Beste, wenn du auch einfach mal in Ruhe bist.

Die neue Inspiration kommt…

Bestimmt. Von ganz alleine. Die richtige für den nächsten Schritt.

Wenn dein Geist in Ruhe schwelgt, nicht ständig mit Plänen und Fragen gefüttert wird, kann er leer werden. Vielleicht tauchen da immer wieder die ein oder anderen Gedanken auf. Es quält diese Angst etwas zu verpassen, wenn du dich nicht an anderen Ideen, Büchern, Internet oder was auch immer bedienst.
Spüre das Vertrauen, dass die neuen Ideen von alleine kommen werden. Oder bereits vorhandene auch diese Tage überleben. Ideen bleiben, verändern sich oder kommen ganz von alleine, so wie eine überraschende Welle, die dich auf einmal nass macht.

Du kannst nicht immer Jagen, unterwegs sein, rennen, auf der Suche nach dem Besten. Du wirst überrascht. Vielleicht ganz leise und spürst nur den Tropfen einer Idee. Oder sie kommt wie eine Woge, eine riesen Surfwelle, die dich selbst mitnimmt.

Es passiert im Leben nicht immer alles über das Tun. Auch im Nichtstun wird gearbeitet. Siehst du schon die kleinen Heinzelmännchen? 🙂

Urlaub von Gewohnheiten

Stehst du meist um die gleiche Uhrzeit auf? Dein Tag ist geprägt von ähnlichen Routinen? Zum Frühstück Müsli? Nach 4 Stunden verlässt du die Unibibliothek, denn das ist genau die richtige Arbeitsdauer für dich?

Auch wenn ich viel unterwegs bin, mir momentan selbst meinen Tag gestalten kann und wenig festgelegte Termine meinen Ablauf bestimmen, konnte ich während dem Nichts-Tun bemerken, wie sehr ich geprägt bin von meinen eigenen Regeln.

Beim Reisen und Urlaub machen lösen sich diese endlich auf. Was für ein Genuß!

Doch musst Du in den Urlaub fahren, um Deinen perfekten Tag genießen zu können? Ich glaube nicht. Der Urlaub kann jetzt beginnen. Im Nichts-Tun. Nichts-Tun heißt nicht „nichts zu tun“. Sondern vielmehr, Dir die Freiheit zu geben alles tun zu können, ohne dass es Sinn macht. Vielleicht bekommst du plötzlich Lust einen Text für die Uni zu lesen. Mittendrin fällt Dir ein, dass Du dich doch mehr zu deinem neuen Buch hingezogen fühlst und liest darin weiter. Du fährst zu dem teuer aussehenden Café, das dich schon immer angezogen hat. Liegst den halben Vormittag im Bett, um die vielleicht schlechtesten Filme der Welt zu genießen. Hörst auf Emails zu beantworten auf die du momentan keine Lust hast.

Urlaub von Gewohnheiten rüttelt Dich ein wenig durcheinander. Es macht Dir bewusst, wo du Dich selbst begrenzt oder Dir dein eigenes Leben festlegst. Ich habe gespürt wie festgefahren ich bin.  Und neue Routen ausprobiert, auch wenn diese manchmal zu unbekannten Orten geführt haben.

Hab den Mut einfach drauf los zu trudeln.

 

Ein Herz in Ruhe sieht in allem ein Fest.

Dieses Indische Sprichwort begegnete mir während meiner 3 Nichts-Tun Tage. Ich muss sagen, dass ich sehr viel getan habe, weil ich die Ruhe zunächst gar nicht ausgehalten habe. Mit der Zeit konnte ich meiner inneren Stimme wieder lauschen, die mir zuflüsterte, worauf wir als nächstes Lust haben.

Und plötzlich war sie wieder da, diese Ruhe und ein innerer Frieden, der sich vom Leben inspirieren ließ.

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2 Gedanken zu “Einfach mal Ruhe haben wollen…

  1. Liebe Christina,
    Ein ganz wunderbarer Eintrag!
    Ich bin ganz deiner Meinung – aus der Erfahrung heraus, daß diese Ruheoase nötig ist und unbedingt dazugehören muss, damit wir danach gelassen weiter unseren Weg gehen können!

    Gefällt mir

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