3 Wegweiser zum Held mit Mut zu Fehlern

Warum wollen wir eigentlich alle Helden sein und auf der anderen Seite auf keinen Fall herausstechen? Steckst du auch manchmal in dem Dilemma?

Seitdem ich mich für mein Studium der Peace Studies mit Mut und seinen Auswirkungen in meinem Leben beschäftige, spüre ich diesen Druck alles  besser machen zu wollen, neue Wege zu gehen und altbekanntes Fahrwasser zu verlassen.

Machen das nicht Helden? Heldinnen? Wie kann ich Held sein und es genießen?

In diesem Blogartikel dreht sich alles um die Frage des Held-Seins und den eigenen Begrenzungen auf diesem Weg.

Das 200 Jahre alte Zedler Lexikon spricht vom Hero als einem der begabt durch tapfere Taten Ruhm erlangt und mit ahnsehnlicher Gestalt und Leibesstärke sich über den Stand des Otto-Normalverbrauchers abhebt.

Ziemlich schwierig in der heutigen Zeit zu verfolgen, oder?

Ich stelle mir diesen Helden so vor, wie eine der typischen Bismarck-Statuen, die auf dem Pferd oder Sockel hochgehoben über uns allen türmen.

Oder Superrmann, der mit seinen magischen Kräften unmöglichste Grenzen überwindet. Weibliche Helden kenne ich kaum…vielleicht Jeanne d` Arc, die aber auch ihr Leben dafür lassen musste und auf den Scheiterhaufen geführt wurde. Später wurde sie zur Märtyrerin ernannt. Doch was half ihr das fürs Leben?

Diese Frage hat mich zu anderen, neuen Helden-Bildern geführt. Ich verlasse den gut bekannten Badeplatz, wo ich mich nicht authentisch und mit all meinen Wünschen zeigen muss. Ich trete ein in das Unbekannte, auch wenn ich nicht weiß wo es mich genau hinführt. Es wird unbequem für einen Moment. Ich zeige mich mit meinen Ängsten und Unsicherheiten. Stelle Fragen. Spreche Menschen an, die mich interessieren. Beginne Herzens-Projekte oder schreibe einfach und veröffentliche es, weil ich es teilen möchte.

An diesem Punkt komme ich in Kontakt mit 3 Wegweisern für mich und dich als HeldIn, die uns vielleicht auch in diesem Leben von Nutzen sein könnten:

 

  1. Du bist nicht dein Erfolg

Als Heldin gibst und handelst du. Du folgst deinen Träumen oder einer Berufung, die dich gerade antreibt. Du sprichst über deine Projekte. Erzählst anderen von deinen Träumen. Schreibst. Stellst vielleicht ein Gedicht vor. Singst in der großen Runde. Traust dich auf die Bühne. Und ja, vielleicht bekommst du Anerkennung dafür. Lob. Andere schenken dir ihre Bewunderung. Das ist schön und eine Gelegenheit dich selbst zu genießen. Dennoch bist du das alles nicht. Dein Selbstwert hängt nicht vom Erfolg ab…denn auch falls du es alles vermasseln solltest, musst du nicht von dieser Erde verschwinden 🙂 Ich glaube das zu erkennen, macht dich frei einfach auszuprobieren. Du musst Dir nicht dein Leben lang die gute Note von deinen Mitmenschen abholen!

2. Du kannst nicht die Welt retten

All das was ich für die Welt oder andere tue, ist schön und gut. An vielen Stellen ist es auch verändernd. Es bringt andere zum Nachdenken. Inspiriert. Lässt umdenken. Ändert Strukturen.
Dennoch ist es nur dieser kleine Teil, den Du machen kannst. So gut wie es geht. Doch dann passieren Fehler. Du bist faul. Lässt andere im Stich. Mischt dich heldenhaft in Konflikte ein und bringst noch mehr Chaos in die Welt. Tja auch Helden haben ihre menschlichen Schwächen und Grenzen.
Deswegen, es ist wirklich ausreichend, was du jetzt gerade für die Welt machst.Es braucht nicht mehr.

3. Hast du schon einmal über dich selbst lachen und weinen können?

Wie oft nehmen wir uns selbst so unglaublich ernst. Ich mit meiner schweren Geschichte und Biographie. Diesen Umständen aus denen ich nicht (ent-)fliehen kann. Und ja, ich kann weinen damit. Richtig tief eintauchen für eine Weile kann Gut tun und ist manchmal notwendig für den nächsten Schritt in dieser Welt. Gefühle zu zulassen, ermöglicht Dir Ehrlichkeit Dir selbst gegenüber. Dem gegenwärtigen Augenblick.

Trotzdem gibt es dann den Moment, wo es Dir bewusst wird, dass dieses Persönchen, das du glaubst zu sein, auch mal beiseite gelassen werden kann. Es sind Momente in denen du über dich lachen kannst. Deine eigenen Ängste, was andere über dich denken. Ob es gut war, dass du dieses oder jenes getan hast. Oder du es lieber sein lassen sollst. Stunden des Kopfzerbrechens und ganz plötzlich siehst du dich von oben…was strample ich mich eigentlich ab? Wer bin ich in dieser Ernsthaftigkeit mir selber gegenüber?
Manchmal passierte es mir schon, dass ich mir über eine Entscheidung so lange Gedanken machte und plötzlich bemerkte: Ja,ja ,gerade denkst du Miss Superschlau zu sein. Und dennoch komme ich hier gerade nicht weiter.Also, warum sitze ich meine Zeit damit ab?
Schon mal über deine Fehler gelacht?

 Ich wünsche Dir viel Freude beim Kennenlernen deiner persönlichen Heldenheit und den Wegweisern in neue Länder.

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